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Montag, 31. Dezember 2012

LASS DEIN LICHT STRAHLEN: Denk noch einmal!

LASS DEIN LICHT STRAHLEN: Denk noch einmal!:     Denk noch einmal! Wenn du dich dabei ertappst, daß du negative Gedanken hegst - Gedanken, die deine höchste gedankliche Vorste...

Freitag, 28. Dezember 2012

DER STEINBOCK

Bildquellenangabe: Thomas Max Müller  / pixelio.de

DER STEINBOCK

Ans Ziel gelangen


Das Ziel, welches alle Lebewesen anstreben, heißt Selbsterkenntnis. Wenn wir im Steinbock den angestrebten höchsten Punkt unserer Entwicklung in der Materie erreichen (der Steinbock ist ein Erdzeichen), sind wir der Wahrheit über uns und das Leben, um die wir im Schützen noch gebeten haben, gewachsen. Wir sind erwachsen geworden und somit bereit, die Verantwortung für unser Leben selber zu tragen – so wie das Skelett, das zum Steinbock gehört, unseren Körper trägt –, denn diese Verantwortung bedingt Bewusstsein, sie ist die logische Folge davon.

Was uns unten groß und wichtig dünkte, ist nun winzig und unbedeutend, die Belange des alltäglichen Lebens treten in den Hintergrund. Wir erkennen dank besserer Übersicht das wahre Gesicht der Materie und somit auch
unser eigenes. Die Welt und ich sind eins! Was sich in der Materie manifestiert, ist ein stoffliches Abbild dessen, was sich noch unsichtbar in unserem Inneren befindet. Wir selbst sind – und waren dadurch schon immer – Schöpfer unseres Lebens, unseres Schicksals oder Lebensplans, wir haben es nur nicht mehr gewusst.

Dieser Augenblick des erneuten Bewusstwerdens belohnt für alle Mühen und Anstrengungen, die wir unternommen haben, um unsere wahre Identität zu entdecken. In diesem Moment des spirituellen (Wieder-)Erwachens hören wir auf, uns mit der Materie zu identifizieren, weil wir erkennen, wer oder was wir tatsächlich sind, und nehmen sie gleichzeitig vollständig an (der Steinbock ist weiblich).

Um diesen Punkt in unserer Entwicklung zu erreichen, mussten wir hart arbeiten. Wir hatten viele Aufgaben zu lösen und Herausforderungen anzunehmen, Hürden und Hindernisse zu überwinden. Mancher große Stein im Weg hemmte unseren Lauf. Den Anforderungen des Lebens nachzukommen hat einerseits die Wirkung, dass wir daran reifen. Andererseits erlösen wir dadurch die Ursache, die entsprechenden unsichtbaren inneren Widerstände, die sich als Hindernisse im Alltag manifestieren, damit sie sich leichter auflösen lassen. Denn, alles, was von uns unbewusst ist, muss aufgelöst werden. Das Leben funktioniert nach bestimmten Lebens- oder kosmischen Gesetzen, jede Wirkung muss zwangsläufig laut diesen eine innere Ursache haben.

Wäre es jeweils nicht so hart, an ein Ziel zu gelangen, könnten wir die Belohnung dafür, das nachfolgende Geschenk nicht schätzen. Wie bei allen Erdzeichen geht es auch im Steinbock um Wertschätzung. Ohne Fleiß kein Preis! Was einfach ist, hat keinen Wert, was ohne Mühe erreicht wird, haben wir in unseren Augen nicht verdient, erdient. Die Zeit des Steinbocks ist karg, die Natur liegt in tiefstem Winterschlaf, und auch die Berge sind steinig und karg über der Baumgrenze. Wir sollen uns besinnen (Weihnachten ist die Zeit der Besinnung), aufs Wesentliche konzentrieren, nämlich auf uns selbst, auf unser Selbst, uns zurückziehen vom hektischen äußeren Leben und einkehren (hinein kehren) in die Einsamkeit.

Wenn unsere Sinne nicht abgelenkt werden, können wir uns leichter konzentrieren. Haben auch alle das gleiche
Ziel, muss doch jeder individuell seinen eigenen Weg dorthin finden. Den kann uns niemand abnehmen. Wir können nebeneinander gehen, trotzdem sind wir auf unserem Weg allein. Darum fällt es uns ja so schwer, ihn zu gehen. Im Steinbock sind wir einsam, ein Same, der aufgeht, wenn seine Zeit gekommen ist, um für andere auf irgendeine Weise auf ihrem Weg zum Erwachen zu sorgen, so wie für uns selbst ebenfalls gesorgt wird und wurde. Die Verpflichtung, sich, wenn die Zeit reif ist, wie eine Mutter um jene zu kümmern, die noch schlafen, ist ebenfalls Teil der Steinbock-Lektion.

Ziele zu erreichen braucht Geduld, Zeit spielt dabei keine Rolle – Hauptsache wir bleiben dran. Sind wir nur hartnäckig genug, erreichen wir jedes Ziel. Jedes Hindernis, das uns unterwegs begegnet, bringt uns diesem näher, auch wenn es danach aussieht, als würde es das Erreichen verhindern. Was uns fordert, fördert uns, und es wird garantiert nichts von uns verlangt, was wir nicht schaffen könnten. Nur: Geduld fällt uns schwer. Wir sind neugierig wie Kinder an Weihnachten und würden unser Geschenk am liebsten gleich auspacken. Aber das ist unmöglich, weil alles seine Zeit braucht, um zu reifen, wie ein Kind während der Schwangerschaft.

Das größte Geschenk von allen aber, das wir schlussendlich erhalten, ist das Geschenk des Bewusstseins, der Selbsterkenntnis, des spirituellen, geistigen Erwachens. Und das braucht natürlich am meisten Zeit und stellt die größte Herausforderung dar.

Die Sonne hat im Steinbock den Auftrag, sich Herausforderungen zu stellen, statt auszuweichen, Hürden sollen genommen nicht umgangen, und auf Hintertürchen verzichtet werden. Unter einer Steinbock-Sonne wird man geboren, um Ausdauer zu erlernen. Es hat in der Vergangenheit daran gefehlt, wie auch an Zielen. Es geht darum, seinen persönlichen Weg zu finden, statt mit der Masse zu schwimmen, und nicht länger den Weg des geringsten Widerstands zu wählen. Kaum ist ein Gipfel erstürmt, wartet schon der
nächste – aufgeben gilt nicht!

Das Licht, welches in der Steinbockzeit (23.12. – 20.1.) in völliger Dunkelheit geboren wird, ist die Sonne. Die Wintersonnenwende wird seit Äonen gefeiert, nicht erst seit dem Christentum und der symbolischen Geburt Jesus’. Dieses Fest verleiht der Hoffnung auf eine Wiedergeburt der Natur Ausdruck, welche vom Lauf der Sonne abhängig ist. Deshalb holen wir uns einen Tannenbaum in die Stube, denn grün ist die Hoffnung und der immergrüne Baum ein Symbol für das ewige Leben. Mit der Rückkehr der Sonne feiern wir die Rückkehr des Lebens, nach der Wintersonnenwende werden die Tage spürbar länger.

Eine Geburt bedeutet, dass eine schlafende Seele in die Materie eintritt, um sich weiterzuentwickeln. Jesus symbolisiert dabei die Selbsterkenntnis, das vollkommen erwachte Bewusstsein, das Christuslicht, welches im Steinbock wiedererwacht. Das ist das Ziel, welches die Seele durch alle Leben anstrebt, ohne es zu wissen, denn kaum treten wir in die Materie ein, verlieren wir das Bewusstsein zu Gunsten des freien Willens, damit wir unseren Weg zur Meisterschaft frei und ohne Beeinflussung gehen können.

Der Körper ist mit der Natur verbunden und unterliegt ihrem Kreislauf von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt, den Gesetzen von Raum und Zeit. Indem wir das akzeptieren, werden wir frei davon, denn der Geist, der wir in Wahrheit sind, folgt seinen eigenen Gesetzen. Wir erreichen dadurch den Wassermann.
© Tina Peel
ISBN 978-3-943262-05-6 €17.95/SFr. 24.00
Dortmund-Verlag: www.dortmund-verlag.de
und bei mir www.tinapeel.ch