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Donnerstag, 31. Mai 2012

Zwilling


Bildquelle: Katharina Hoyer  / pixelio.de

Die Zwillinge


Der Geist

 


Wir besitzen also einen wunderschönen Körper (den wir im Stier erhalten haben), der aber erst noch mit dem Leben verbunden werden will.
Das geschieht unmittelbar nach der Geburt durch das Atmen. Atmen ist ein aktiver Vorgang, die Zwillinge sind ein aktives, männliches Zeichen.
Wir sind aufgefordert, etwas zu tun, nämlich uns dem Geist zu öffnen, den „göttlichen Atem“ aufzunehmen, der toter Materie Leben einhaucht.

Materie ist polar, sie besteht immer aus zwei gegengleichen Polen, die einander anziehen. Auch unsere Atmung zeigt diese Polarität, wir atmen ein und aus. Während der Schwangerschaft sind wir noch vollkommen eins mit der Mutter, sie versorgt uns über ihren Blutkreislauf mit allem, was wir brauchen.
Bei der Geburt fallen wir aus dieser Einheit heraus. Wir werden vom warmen, geborgenen Inneren in die fremde Außenwelt gequetscht und müssen gleichzeitig selber atmen. Damit lassen wir uns auf diese unbekannte Welt ein, aber gleichzeitig auch auf die Wesen, die darin leben, denn wir atmen alle die gleiche Luft.
Die Zwillinge sind ein Luftzeichen. Luft ist das Element des Geistes. Auf der Ebene des Geistes sind wir, obwohl auf der Körperebene voneinander getrennt, miteinander verbunden. Den Geist müssen wir mit anderen teilen (mitteilen), denn es gibt nur einen Geist, der jedoch aus vielen verschiedenen Schwingungen besteht.
Durch das Erlebnis der Geburt beginnen wir polar zu denken – weil wir von innen kommen, aus der unsichtbaren Innenwelt des Uterus, in eine scheinbar völlig andere Welt – und unterteilen alles in richtig und falsch, gut und böse etc. Und je nach dem, auf welchen Pol wir uns konzentrieren, erscheint uns das Leben positiv oder negativ.

Es braucht eben zwei Pole, damit der Geist den Raum dazwischen erfüllen kann. Dieser Raum ist die dritte Dimension, die sich aus den beiden anderen Dimensionen bildet. In der zweidimensionalen, sprich materiellen Welt ist der Platz beschränkt, aber der Raum nach oben ist unbegrenzt. Beim Einatmen schaffen wir Raum in der Lunge, die übrigens den Zwillingen zugeordnet ist, und von denen es ebenfalls zwei gibt, Raum, der von Geburt an rhythmisch mit Sauerstoff aufgefüllt wird. Zwischen den beiden Lungen findet ein Sauerstoffaustausch stattfindet, sie kommunizieren zusammen.
Wenn wir denken oder reden, senden wir über die Luft Schwingungen aus, wir hinterlassen darin „Spuren“. Die Art wie wir denken und reden bestimmt die Frequenz der ausgesandten Schwingung, die unserem Inneren entspringt, und wie ein Echo kommt sie zu uns zurück, die (Schall-)Wellen werden von anderen zurückgeworfen.

Realität ist wandelbar, die Zwillinge sind ein bewegliches Zeichen. Verändern wir unser Denken, verändert sich auch unsere Realität. Die zwei Gesichter der Zwillinge sind im Grund die beiden Welten, die innere und die äußere, die sich gleichen wie Zwillinge. Wir projizieren unser Inneres nach Außen, damit es fassbar wird, wir stülpen es anderen (und uns) über. Wir können Menschen und Umstände gar nicht sehen wie sie sind, sondern wir sehen in ihnen uns selbst wie im Spiegel. Materie ist eine ideale Projektionsfläche, sie wirft automatisch unsere persönlichen Projektionen zurück, die der Art des Denkens entspringen. Andere scheinen zwar in unserer Umgebung in der gleichen Realität zu leben wie wir, aber sie haben eine andere Wahrnehmung. Wir teilen uns den gleichen Geist, nehmen ihn jedoch unterschiedlich wahr.

Würde die Welt sich in den Zwillingen nicht in zwei Teile spalten, hätten wir die Möglichkeit der Selbsterkenntnis nicht. Dazu brauchen wir Projektionsflächen. Lassen wir uns auf andere Menschen ein, lassen wir uns auf uns selber ein. Wollen wir dieses Gegenüber kennen lernen, müssen wir uns seiner Schwingung öffnen. Das erreichen wir durch fragen. Stellen wir Fragen, verbinden wir uns mit der Schwingung anderer und lernen die Funktionsweise ihres Geistes kennen. Auf diese Weise können wir uns auf alles einlassen, auf jedes Thema, jedes Wesen.

Je mehr wir lernen, umso mehr wissen wir und umso mehr verändert sich unser Denken. Der Geist nimmt immer mehr Raum ein, in welchem wir uns entfalten können.
Ein geschulter Geist trägt uns wie ein gezähmtes Pferd schnell wie der Wind überallhin oder wirkt konzentriert wie ein Laser. Ein ungeschulter Geist schränkt dagegen das Leben ein. Dabei hungert der Verstand nach geistiger Nahrung.
Widder, Stier und Zwillinge bilden die Basis unseres Lebens, sie sind lebenswichtig. Folglich sind auch geistiger Austausch und Kommunikation lebenswichtig. Gäbe es niemanden auf der Welt außer uns selbst, mit dem wir reden könnten, nicht einmal Tiere, würden wir sterben oder verrückt werden.
Wahrnehmung ist also subjektiv, das muss einem mit der Sonne in den Zwillingen bewusst werden. Jedes Gespräch ist ein Selbstgespräch, und man hört sich besser zu beim Reden, denn mehr noch über das, was andere sagen, erfahren wir etwas über uns, wenn wir uns zuhören. Wenn wir reden, spricht der unsichtbare Geist, der die Schwingung prägt, in der wir leben. Das ist Grund genug, diesen feinstofflichen Gesellen kennen zu lernen, um zu erfahren, wie er funktioniert, denn veränderbar ist nur,was wir kennen. Deshalb muss die Zwillinge-Sonne lernen, sich mitzuteilen und auszutauschen, damit sie sich und die Welt, die eigene und Tausend andere Realitäten kennenlernt. Der Geist einer Zwillinge-Sonne braucht Schulung.
Während der Zwillinge-Zeit (21.5. – 20.6.) geht der Frühling in den Sommer über, die Sonne erreicht den höchsten Stand, von da an, wo das Zeichen Krebs herrscht, geht sie „rückwärts“ in die Dunkelheit. Die Zwillinge verbinden die Phase, in der die Tage länger werden, mit der Phase, in der sie kürzer werden.
Der Geist verbindet die beiden Welten, die innere und die äußere, den männlichen und den weiblichen Pol, er fliegt schneller als der Schall und trägt Informationen vom einen zum anderen.
Jeder Körper zeigt zwar äußerlich nur einen Pol, männlich oder weiblich, doch wir tragen den Gegenpol unsichtbar in uns. Um den finden zu können, führt uns das Zeichen Zwillinge nach innen, zum ebenfalls unsichtbaren Unbewussten, oder kurz gesagt: zum Krebs


© Tina Peel




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